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Die Gewinner dieser Abstimmung sind Vollidioten.
Der biometrische Pass - Niederlage? Nachzählung!
Text: Pino Loricato Datum: 28.05.2009 Aufrufe: 1406 Verschickt: 5

Hat das Schweizer Volk am 17. Mai den biometrischen Pass angenommen? Hauchdünn. Wie konnte es dazu kommen? Wurden Fernsehsender und Tageszeitungen von Bern aus zu Propagandazwecken synchronisiert? Wurde die Abstimmung manipuliert? Warum verzichten die Jungpolitiker auf eine Nachzählung? Wie weiter?

Zensur in der Medienlandschaft
Tageszeitungen und Fernsehen hatten das Thema neutral und am Rande behandelt. Die Medien waren sich zu schade, um richtige Recherchen anzustellen. Oder wurde es ihnen vielleicht nicht erlaubt? Es wurde lieber Angst geschürt, bei einem NEIN fiele die Schweiz aus Schengen und aus dem Visa-Waiver-Programm. Beides Lügen. Anstatt Experten der RFID-Technik im Fernsehen sprechen zu lassen, sprachen darüber nur Politiker. Die Äusserungen von Widmer-Schlumpf deuteten auf Ahnungslosigkeit hin. Und die Äusserungen von Doris Fiala deuteten darauf hin, dass im Nachhinein die Daten für Fahndungs- und Schnüffelzwecke verwendet würden. Im «Talk Täglich» auf Tele Züri wurde um den Brei herum geredet. In der «Arena» wurde den Gegnern in taktisch opportunen Momenten das Wort abgeklemmt. Selbstkritik: Wir vom Lismal Magazin waren eine Woche vor der Abstimmung etwas spät mit unserem Artikel gegen den biometrischen Pass. Viele Bürger stimmen brieflich ab, schon mehrere Wochen vor einer Abstimmung. Wieso ist dann das Tages-Anzeiger Magazin so schlau und bringt den wertvollen Artikel von Daniel Binswanger am Samstag, am Vortag vor dem Abstimmungssonntag? Durften sie ihn nicht früher bringen? Auch die ansonsten kritische Satiresendung Giacobbo/Müller auf dem Staatssender liess Kritik am biometrischen Pass vermissen. Die beliebten Satiriker thematisierten eine Woche zuvor die Vorlage zur Komplementärmedizin, über den biometrischen Pass kein Ton. Und am Abend des 17. Mai machten sie einen kleinen Scherz am Rande in Verbindung mit dem Mister Schweiz, lediglich in Bezug auf die Knappheit des Resultats hin. Thema beendet.

Die Jungpolitiker verzichten auf eine Nachzählung
Das ist ein Beweis dafür, dass es den Politikern im Nein-Lager nicht ernst genug war, die Abstimmung zu gewinnen. Eine Nachzählung könnte das Resultat um ca. 10000 Stimmen ins Schwanken bringen. Da die Abstimmung bloss mit ca. 5000 Stimmen verloren ging, hätten sie selbstverständlich die Nachzählung fordern sollen. Die Jungpolitiker meinten dazu, sie wollten keine schlechten Verlierer sein. - Als handelte es sich hier um Seilziehen oder Kugelstossen an einem Grümpelturnier. - Wissen die Jungpolitiker vielleicht mehr als wir? Vielleicht durften sie keine Nachzählung fordern. Vielleicht war die Abstimmung manipuliert. Vielleicht bekamen sie aus Bern je eine Million pro Nase schwarz in die Tasche, damit sie das Maul halten. Oder aber sie wurden mit Pistolen bedroht. Unsere Regierung hat das Geschenk, ein so treues Volk unter sich zu haben, das nie im entferntesten daran denken würde, dass bei Abstimmungen oder Wahlen auch hierzulande in der «ordentlichen», «sauberen» Schweiz so etwas wie in Russland, Hessen oder in Amerika möglich sein könnte.

Zwei Begegnungen und eine Zeitungskolumne
Am Vorabend zum Abstimmungssonntag war ich (der Autor) an einem Grillfest. Da traf ich eine alte Kollegin wieder, eine nette, herzensgute Dame mit Hochschulabschluss. Wir kamen auf den biometrischen Pass zu sprechen, sie meinte, sie wäre dafür. Ich stellte ihr ein paar Fragen, erwähnte dabei die Cincera-Schweiz, den Fichenskandal, Orwells 1984, die DDR, das dritte Reich. Und sie wich mir aus, in alle Himmelsrichtungen schauend: «Ich will das nicht, das hat nichts mit mir zu tun, das sind Dinge, die liegen schon weit zurück, ich will nicht zurück schauen, ich will nach vorne schauen, mich interessiert das Jetzt und die Zukunft, das alles betrifft mich gar nicht, ich will reisen, und ich will bequem reisen, überall hin, auch in die USA.» Und ich sagte ihr: «Das kannst du ja jetzt schon, wenn du den biometrischen Pass willst, kannst du ihn dir kaufen und verreisen, nach Amerika. Aber zwing mich nicht dazu, meine Fingerabdrücke in eine dubiose Datenbank in Bern zu geben.» Sie hatte mir nicht zugehört: «Nein, ich will das nicht so haben, ich finde, das müssen wir alle gemeinsam machen, so als Land, gemeinsam, ich bin dafür. Ich habe schon abgestimmt.» Es war zwecklos. Ich stand da wie versteinert und merkte, wie sie mir nicht in die Augen sehen konnte, während sie mit mir redete. Es war so gegen Mitternacht als ich diesen Worten lauschte und ich spürte bei so viel Dummheit so etwas wie Ekel und zum ersten Mal überkamen mich Zweifel, ob aus dieser Abstimmung ein Debakel würde. Ich schlief schlecht. Die Frage quälte mich, ob die Mehrheit der Schweizer gleich denken würde. Das wäre schade, dachte ich, es ist das einzige Volk, welches das Privileg hat, über ein so heikles Thema selber zu entscheiden. Alle Nachbarvölker werden von ihren dummen Regierungen einfach dazu gezwungen.

Sonntag, 17. Mai: Das Nein-Lager war deutlich zum Sieger herangewachsen, es war schon fast bei 65% und rutschte dann plötzlich auf 49,9%. Da wurde mir klar: Das Volk hatte NEIN gestimmt. Aber das durfte es nicht. - Unsere Regierung will oder muss dem Patriot Act der USA folgen. Die Abstimmung ging verloren und mir wurde schlecht.

Auch am nächsten Tag ging es mir noch schlecht. Ein Kollege wollte wissen warum, und ich nannte ihm den Grund. Er lachte. Er sagte mir: «Mach dir doch keine Sorgen darüber. Das ist gut. Ich habe auch dafür gestimmt. Jetzt pass mal auf: Wenn du irgendwo eine Frau vergewaltigst, dann findet man deine Fingerabdrücke und du wanderst am selben Tag noch ins Gefängnis. Das ist superpraktisch.» - Das höre ich immer sehr gern, wenn man mir etwas von Greueltaten in der zweiten Person singular erzählt. Er hat in seinen Schilderungen offenbar die Möglichkeit von Handschuhen vergessen, aber egal. Und nein, er ist nicht mit Doris Fiala verwandt. Und nein, eine Fahndungsdatenbank sei nicht vorgesehen gewesen, aber das werden die da oben bei Gelegenheit garantiert noch ändern. Sehen Sie, das sind die Gewinner der Abstimmung: Treudoofe Systemlinge, Ignoranten und untertänige Bünzlis, Blockwarte und Ja-Sager. Und noch schlimmer als diese sind die Schafe, die nicht an die Urne gingen, denen ihre Freiheit und ihr Menschenrecht nichts wert ist.

Etwas mehr als eine Woche später entdecke ich im Tagesanzeiger auf der letzten Seite die Kolumne einer Studentin, die zu dumm ist, um sich ihre Passwörter für die EC- und Kreditkarten zu merken. Sie fordert den Verichip, den Daten-Chip für unter die Haut, der ihre Passwörter aufbewahren soll mit dem Argument: «Ich brauche meine Hirnkapazität echt für nützlichere Dinge.» -Stronza. - Es ist eben schon komfortabel, wenn man den Kopf nicht benutzen muss. Heute muss man sich keine Telefonnummern mehr merken, denn sie sind alle im Handy gespeichert. Das Backup des Computers ersetzt das Gedächtnis, und der Verichip soll dann den Schlüsselbund, den Ausweis und das Portemonnaie ersetzen. Das Bewusstsein darüber, was richtig und was falsch ist, kann man den Politikern überlassen, dann muss man sich auch darüber den Kopf nicht mehr zerbrechen, sondern man kann sich ganz einfach immer an die Gesetze halten und sich anpassen, wenn diese ändern. -Aber Staaten oder Staatengemeinschaften können sich auch zum Schlechten ändern, nur rechnet keiner damit, wenn sein Denken kurz und klein ist.

Fazit
Die Politiker erliegen der Illusion der Kontrolle, die Bürger erliegen der Illusion der Sicherheit. Für diese Illusionen und für ein bisschen Komfort verkaufen die Gewinner der Abstimmung ihre Freiheit, auch Eure, auch unsere. Wir werden von Feiglingen und Eidechseneierdieben regiert und eine ignorante Minderheit von Vollidioten wähnt sich als Gewinner einer Abstimmung, die wohl gar nicht hätte durchgeführt werden dürfen. Und die grosse Mehrheit läuft einfach mit, gedankenlos. Das sind dann die, die wenn es zu spät ist, sagen, sie hätten von nichts gewusst.

Wie weiter?
Wir befinden uns in einem Krieg der Informationen. Und der muss gewonnen werden. Wir fordern eine Nachzählung und spielen den Ball weiter an infokrieg.tv und geistige-landesverteidigung.ch wo auch Sie sich informieren können, wie es weitergeht! Da wo die Politiker Sie im Stich lassen, fangen wir doch erst an! Lassen Sie den Kopf nicht hängen und machen Sie jetzt nicht so ein Gesicht! Die Menschenrechte existieren noch, und wenn die Regierungen unfähig sind, diese zu respektieren, dann können wir es immer noch, auch Sie, liebe Damen und Herren!


Links
Die neue, geistige Landesverteidigung
http://geistige-landesverteidigung.ch/IG/IG.html

Infokrieg
http://infokrieg.tv/america_freedom_to_fascism_deutsch.html

Arena, Sendung vom 1. Mai:
http://www.sf.tv/sendungen/arena/index.php?docid=20090501
Schauen Sie selbst, wie fachkundig Frau Bundesrätin Widmer-Schlumpf über die RFID-Technologie Auskunft gibt. Man möchte darüber lachen, aber lustig ist es nicht, wenn man bedenkt, dass es Dumme gibt, die ihr das abkaufen. Einfältig muss man schon sein, dieser extrem braunen Hexe überhaupt irgendein Wort zu glauben, die 20 Jahre bei den Rechten Karriere machte und aus Machthunger sogar diese verraten hat. Mit ihren Lügen über die Einführung der Biometrie in den Ausweisen darf man ihr gewiss auch zutrauen, dass sie keine Skrupel hat, das ganze Volk an totalitäre Systeme zu verkaufen.

Daniel Binswangers Text im Magazin, online:
http://dasmagazin.ch/index.php/daniel-binswanger-unsere-obrigkeit/


Das ist ein Skandal. Aber für die Gratiszeitung nur eine Randnotiz wert. Jetzt stelle man sich das alles mit RFID-Technologie vor. Müssen wir da mitmachen? zu dumm... 12. Dezember 2007, Eveline war gerade in Graubünden am Holzhacken, als sie von ihrer Bundesratswahl erfuhr. Sie schrie vor Freude.
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Am 17. Mai geht das Schweizer Volk an die Urne um über sein Schicksal zu entscheiden. Die Einführung des biometrischen Passes ist die Vorstufe zum Verichip und ist ein wichtiger Schritt für die totale Überwachung des Bürgers. Die Regierung ist logischerweise dafür, redet aber von Sicherheit und Komfort beim Reisen. Weiter..
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Richtig, die Rede ist vom Markt, diesem wundersamen Motor der Wirtschaft, welcher gleichsam die neue Religion des 21. Jahrhundert darstellt.
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