Wir retten Luzern! Retten Sie mit!
Text: Pino Loricato
Datum: 07.02.2007 Aufrufe: 2203 Verschickt: 1
Die Hochschule für Gestaltung und Kunst Luzern schwebt in Gefahr. Aus Spargründen will die Zentralschweizer Regierung die «Konschti» abschaffen. Die Sparwüteriche bekämpfen Bildung, Kunst und die Alphabetisierung der Region. Dass das ein Schuss ins eigene Bein ist, liegt auf der Hand. Aber die Regierung ist uneinsichtig und kämpft mit perfiden Mitteln, um die Schule zu vernichten! Retten Sie Luzern, wir zeigen Ihnen wie!
Das Problem In der Schweiz verlochen wir täglich Milliarden. Das grösste Fass ohne Boden ist die Armee und die bekommt immer wieder neue Helikopter, während einer Kunsthochschule zuerst die Heizung und dann der Strom abgestellt werden. Die Bildungssparpolitik der Zentralschweizer Taliban-Regierung trifft Luzern ins Mark. Mit perfiden Mitteln wird versucht, die HGKL in die Knie zu zwingen. Täglich werden vor dem Gebäude bei Fahrrädern die Pneus aufgeschlitzt und dem Rektor ist das
Autoradio gestohlen worden. Als Studenten einen Vandalen bei frischer Tat überwältigen konnten, gab er zu, im Auftrag der Regierung zu handeln. Das ist ein Skandal. Es ist jetzt sehr wichtig, dass wir den Luzerner Kunststudenten solidarisch in ihrem Kampf gegen die Zermürbungstaktik der Regierung beistehen, deren unredliches Ziel offenbar ist, mit dem Killerargument "es brauche diese Schule nicht" selbige zu schliessen, um sie dann privatisiert und überteuert wieder anzubieten, genau wie es mit dem Vorkurs in Zürich auch geschehen ist.
Exkurs: Was ist Solidarität? In Zürich stressen alle umher, niemand hat Zeit, alle sind beschäftigt, niemand interessiert sich für die Probleme seiner Mitmenschen. Aber ein Akt der Solidarität bedeutet, sich Zeit zu nehmen für jemanden der Hilfe braucht. Es bedeutet auch zusätzlicher Energieverbrauch für jemanden, dem man eigentlich gar nichts schuldig ist. Solidarität ist etwas, das in unserer Gesellschaft je länger je mehr vergessen geht, obwohl sie immer nötiger wird. Es ist der gute Willen, sich umzudrehen und einen hinkenden Kameraden zu stützen, im Bus aufzustehen um einer schwangeren Frau den Platz zu überlassen, oder an einer Demonstration teilzunehmen, die einen selbst eigentlich gar nichts angeht. Solidarität ist eine Idee, welche von starken und grosszügigen Menschen im Herzen getragen wird.
Retten Sie mit! Heute wollen wir wieder einmal etwas Anständiges machen und helfen mit, Luzern zu retten. Das tut man folgendermassen: Laden Sie die zweiseitige «Pro Konschti Lozärn»-Petition runter und sammeln Sie Unterschriften bei Ihren Büromitarbeitern, Kommilitonen, Nachbarn und Kollegen. Schicken Sie dann bis am 6. März die Petition an folgende Adresse: HGK Luzern, Postfach, 6000 Luzern
Direktlink zum Petitions-Formular:
Link Wenn Sie nicht glauben, dass es Luzern schlecht geht, dann überzeugen Sie sich selbst und sehen Sie sich dieses Video an:
Link Der Rektor hält eine Rede in einem schäbigen Kellerraum, es hat fast kein Licht, im Hintergrund ist ein Husten zu hören. Eindeutig, der HGKL wurde der Strom abgestellt, es fehlt an
Material und Medikamenten.
Das Lismal Solidaritätspaket Wir haben in der Redaktion nicht nur die Petition unterschrieben, sondern wir gehen noch einen Schritt weiter und wollen Luzern aktiv mit einer Spende unterstützen. In unserem Lismal Solidaritätspaket befinden sich neben den gesammelten Unterschriften noch Zucker, Kaffeepulver, eine Schachtel Aspirin, Milchpulver, Salz, Öl, ein paar Pinsel, Wasserfarbe, Filzstifte, Bleistifte, Kugelschreiber, Blöcke, Zirkel und Farbstifte.
Alles was eine Schule zum Überleben braucht. Tun Sie es uns gleich! Luzern braucht jetzt ganz fest Ihre
Unterstützung. Wenn Sie uns jetzt Imperialismus vorwerfen, haben Sie gar nichts verstanden. Lismal wird die Welt erobern indem sie sie vor sich selbst rettet.