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Lisbola - Wort zum Sonntag
Ausschnitt des besten Plakats. Erraten Sie, welches es ist?
Werbung in Strumpfhosen
Text: Pino Loricato Datum: 29.01.2007 Aufrufe: 1469 Verschickt: 0

Wenn immer ein erotisches Werbeplakat in der Stadt hängt, ist bald auch schon wer da, der es verbieten lassen will. «Unmoralisch, erniedrigend, diskriminierend» lauten die Vorwürfe der Moralisten. Wir feiern heute ein Plakat, das schon die ganze Winterzeit überdauert hat, hoch erotisch ist, und niemand hat es gemerkt.

Problematik der anderen Plakate
Anhand von zwei Beispielen zeigen wir Ihnen, wie schnell es gehen kann, dass ein Plakat aus Ihrer Stadt verschwindet. Anschliessend prämieren wir das beste Plakat dieser Saison. Viel Spass damit!

Beispiel 1: Die Sloggi-Werbung
Die drei oder vier genau gleich aussehenden, prallen Ärsche sahen sehr künstlich aus und die Frauen waren so positioniert, als warteten sie nur darauf gebumst zu werden. So überkommt einen Mann die Lust, von links nach rechts einen Arsch nach dem anderen zu ficken, eine Fantasie, welche ihn die Fahrtüchtigkeit kosten könnte. Diese Plakate standen an der Strasse, das ist gefährlich. Allerdings wurde das Plakat verboten mit der Begründung, die Frau würde dadurch erniedrigt. Das Plakat sei sexistisch. Auf keinen Fall. Welche Frau fühlt sich erniedrigt, wenn sie gerenderte Ärsche sieht? Es ging wohl eher um die Sicherheit im Strassenverkehr.

Beispiel 2: Die Werbung vom Grand Casino Baden
Im Casino, auf einem Spieltisch voller Chips, da ist eine Gewinnerin, die im Glück badet und zwar im Abendkleid auf einem aufblasbaren Delfin. Der Spieltisch ist blau, was an ein Becken einer Badeanstalt erinnert. Der Slogan «Baden im Glück» und das Bild passen wunderbar zusammen und die Frau auf dem Bild hat ja eindeutig Freude an ihrem Gewinn, jetzt spinnt sie ein bisschen, das ist doch völlig normal. Inwiefern die Frau auf diesem Plakat degradiert wird, ist uns ein Rätsel. Die hat doch einfach Freude, die wir ihr gönnen, auch wenn es ein bisschen doof aussieht. Das Plakat wurde verboten, es sei sexistisch und degradiere die Würde der Frau – Inwiefern? Ist eine Frau, die sich so verhält würdelos? Was ist die Lösung? Scheiterhaufen, Klapsmühle, Burka?

Das erotische Plakat 2007
Wir stellen Ihnen das erotischste und schlauste Plakat vor, das den ganzen Winter schon überdauert hat ohne dass die heilige Inquisition, die Pharisäer oder der Frauenverein etwas gemerkt hätten.
Mit dem Slogan «Eine wie keine – natürlich bleuforêt» wirbt eine französische Unterwäschemarke mit einer feinen Frau, die über ihrem Bett schwebt. Sie trägt Strumpfhosen, auf welchen sich die Genitalien abzeichnen und ein durchsichtiges Oberteil, bei dem zwei knackige Brüste mit gehärteten Brustwarzen durchschimmern. Ihre Körperhaltung (Arme nach Hinten, Kopf zur Seite, Beine leicht auseinander) und ihr Lächeln (entspannt) machen diese Bettszene zum erotischsten Sujet im öffentlichen Raum. Und keiner merkt's! Chapeau!

Fazit: Kaufen Sie Ihre nächsten Strumpfhosen alle beim Franzosen!
Allein um die Raffinesse der Plakatgestalter zu belohnen, sollte man bei Bleuforêt einkaufen. Aber wo dieser Laden steht, weiss niemand.


Da! Schauen Sie! Wow! Ballonärsche. Wo ist denn da die Würde der Frau? Und die Gleichberechtigung erst? Dieses Plakat ist böse. Und es ist verboten.
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