Tramfahren - Epilog
Text: Pino Loricato
Datum: 23.11.2004 Aufrufe: 2533 Verschickt: 0
Verehrteste Leserinnen und Leser! Nach acht Lektionen der hohen Kunst des Tramfahrens, die Ihre grauen Zellen schwarz werden liessen, das Blut in Schwung und die Magensäfte zum Tanzen gebracht haben, folgt hier ein Schlusswort mit unzähligen Danksagungen und natürlich gibt es auch einen Wettbewerb, bei dem Sie ein ultimatives Lismal-Tram-Set gewinnen können.
Schlusswort Als wir von der Redaktion auf einen herbstlichen Spaziergang durch die Stadt gingen und die Augen offen hielten, konnten wir beobachten wie Sporttaschen hier und da aus Tramfenstern flogen, Kinderwagen sich an Eingangstüren drehten, Einsteigende von Aussteigenden umgeworfen wurden. Das erfüllte uns mit grosser Freude, wir sind stolz auf Sie.
Was uns jedoch nachdenklich stimmte, waren manche unserer Schüler, die unbeholfen von aussen an das Trittbrett kickten und die Tür nicht aufbrachten. Immer wieder. Das müssen Sie noch ein bisschen üben, liebe Leserinnen und Leser.
Aber im Grossen und Ganzen sind wir zufrieden mit dem, was wir gesehen haben und deshalb dürfen Sie sich "ausgezeichnete Passagiere – *LSOM“" nennen.
Wettbewerb Noch mehr Spass am professionellen Tramfahren garantieren wir Ihnen mit dem Lismal-Tram-Set, das Sie hier gewinnen können. Das Tramset enthält einen aufblasbaren VBZ-Ballon zum Volleyball spielen, einen Schleckstengel geprägt mit der Tramnummer 4, ein VBZ-Computergame und zehn abgelaufene Tickets.
Mitspielen ist einfach: Senden Sie Ihre Punktzahl (aus den Übungen zu den Lektionen zusammengerechnet) an
Vico.Supersaxo@lismal.ch und hoffen Sie das **Beste. Wir wünschen Ihnen viel Glück!
Ein Dankeschön geht an - Alle die Stadtbürger, die in grauer Vorzeit darüber abstimmten, in Zürich anstatt einer U-Bahn ein Tramnetz zu bauen.
- Die VBZ, die weiter existieren und keine Stellen abbauen, sondern wachsen wie ein einziger, riesiger Moloch, der pulsierend in Zürichs Strassen liegt und Strom und Geld verschlingt.
- Die EWZ, für den Strom.
- Alle Abonnenten, für das Geld.
- Alle Chauffeure und Chauffeusen, weil sie in der Bahnhofstrasse geschickt mit Strom und Bremse spielen und dabei die Übelkeit ihrer durchgeschüttelten Passagiere in Kauf nehmen, nur um die Doofmenschen mit Einkaufstaschen nicht umzubringen, die ständig vor den fahrenden Trams hin und her rennen.
- Marian Danowski ***, weil er, ganz seiner Zeit voraus, die Nikotinsucht an Tramhaltestellen thematisiert hat. (s. Lektion 5, sein Vorstoss wurde vernichtend für ungültig erklärt, ja, am liebsten hätten ihn die Parlamentarier (Cüplitrinker, Zigarrenraucher und Mercedesfahrer) direkt auf den Scheiterhaufen geworfen.)
- Alle VBZ-Werber, die das Tramfahren durch ihre Arbeit attraktiver gestalten und zum Denken „Hä, aber ein Tram kann doch nicht gleichzeitig ein Schiff sein?!“ oder noch besser, zum Diskutieren „Absolut sexistisch, hier die galanten Herren, und da die falschen Frauen!“ anregen oder noch viel besser, auf falsche Ideen bringen: „Hey, Oma, was hast du so für Techniken drauf?“
- Sie, liebe Leserinnen und Leser, denn Sie werden das Tramfahren mit uns revolutionieren und dank Ihnen wird sich die Gesellschaft markant verändern, zum Guten natürlich, denn Trampassagiere wie Sie braucht die Welt!
Links zu den Lektionen und zu anderen Seiten:
Einführung Lektion 1 Lektion 2 Lektion 3 Lektion 4 Lektion 5 Lektion 6 Lektion 7 Lektion 8 Die VBZ *LSOM = Lismal School Of Morons
**Das Beste. In diesem Fall hier ist der Gewinn gemeint.
Und noch was: Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt, eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich (Umtausch gegen andere Lismal-Produkte oder sexuelle Gefälligkeiten genauso wenig).
***Marian Ignacy Danowski; Einzelinitiant, Vorstössler und Trickkistenpolitiker, der in den Medien mit seiner Bauernfängerei für Furore sorgt. Er verarschte immer wieder Passanten, die sich selbst in seine Wahlliste eintrugen, mit der er dann „überhaupt“ an den Wahlen antreten konnte, in dem er die wichtige Hälfte seines Unterschriftenblattes während dem „Unterschriftensammeln“ einfach abdeckte. Wir haben für ihn nur ein freudiges Schulterklopfen übrig und meinen: „Herr Danowski, Sie wollen Stadtrat werden, und wir wollen die Weltherrschaft, wir allein können verstehen, was Sie durchmachen und wie schwer das für Sie ist.“