Taxi 3
Text: Jürgen Brandstifter
Datum: 17.08.2003 Aufrufe: 1466 Verschickt: 0
Der alberne Action-Spass geht in die dritte Runde: Taxi 3 ist sowas wie 'The fast and the furious' auf französisch: Schöne Autos, schnelle Frauen und viel zu lachen. Das mit dem Lachen ist hier aber gewollt.
Bis der eigentliche Hauptdarsteller der Taxi-Reihe in Teil 3 auftaucht, dauert es eine Weile. Weil Sylvester Stallone (oder zumindest ein guter Doppelgänger) vor einer Bande Inlineskater flüchten muss, kommt der Peugeot 406 diesmal erst nach rund 5 Minuten vor. Überhaupt hat der Regisseur Gérard Krawczyk im dritten Teil die Fortsetzungs-Regel "mehr = besser" nur bedingt befolgt und sich mit rasanten Verfolgungsjagden etwas zurückgehalten.
Stattdessen gibts viel Slapstick und Wortwitz. Weil das Ganze mit einer spizbübischen Frechheit, wie sie nur Franzosen haben können, geschieht, drückt man auch gerne mal ein Auge zu, wenn ein Witz halt doch etwas albern geraten ist. Vielleicht ist es deshalb auch ganz gut, dass man die Hälfte der Scherze eh nicht mitbekommt, weil das Ganze auf französisch und unglaublich schnell gesprochen ist.
Die Handlung, die ja nun eigentlich wirklich Nebensache ist, ist folgende: Als Weihnachtsmänner verkleidete Verbrecher rauben Banken aus. Der Polizist Emilien (Frédéric Diefenthal) kriegt davon Stress und Paranoia und bemerkt deshalb nicht, dass seine Frau (Emma Sjöberg) im achten(!) Monat schwanger ist. Bei der Diebeshatz stellt er sich ziemlich doof an, genau wie sein Chef. Der coole Taxifahrer Daniel (Samy Naceri), der normalerweise gestresste Autofahrer an den Flughafen fährt, wo diese dann seinen Wagen vollkotzen, hilft Emilien mit rasanten Verfolgungsjagden aus der Patsche, kriegt aber Ärger mit seiner Freundin.
Das mag jetzt nicht sonderlich originell klingen, ist es auch nicht. Man darf jedoch nicht vergessen, was für einen Spass das Ganze macht: Das Auto ist nach wie vor unglaublich cool, der Soundtrack groovt nicht schlecht und die Schauspieler versprühen dermassen viel französischen Charme, dass man ihnen einfach nichts übel nehmen kann.