Schengen und was wir von der Geschichte lernen
Text: Hubert Weiss
Datum: 06.05.2005 Aufrufe: 2097 Verschickt: 1
60 Jahre nach dem die grösste Bedrohung der Schweiz gebannt ist, steht erneut ein denkwürdiges Ereignis vor der Tür - Schengen. Wieder sind es die Bolschewiken, die vor der Türe Westeuropas stehen. Diesmal aber nicht mit Panzern, sondern mit Ihrem alten Mercedes und sie wollen uns nicht vom Faschismus befreien sondern von der Arbeit.
Ertrinkende Portugiesen Das wird Schengen zur Folge haben. Diese unschöne Tatsache verschweigt die Broschüre vornehm. «Im Europa der offenen Grenzen vollzieht sich eine neue Völkerwanderung auf der Suche nach Arbeit und Wohlstand: Russen und Balkanleute wandern nach Polen. Polen wandern nach Deutschland und nehmen dort den Einheimischen die Arbeitsplätze weg. ... Die Folge: Noch nie sind so viele Deutsche in die Schweiz eingewandert. Und wohin können die Schweizer auswandern? In die Arbeitslosigkeit!». Sehen Sie, im letzten Satz hat sich ein Fehler eingeschlichen. Um die logische Fortsetzung dieser Völkerwanderung vorauszusehen, muss man kein Demograph sein. Wir Schweizer flüchten nach Frankreich, die Franzosen ziehen nach Spanien und die Spanier überfallen Portugal. Und wohin gehen die Portugiesen? Ihnen bleibt nichts anderes übrig als ins Meer zu springen. Dass Portugiesen nicht gerne Schwimmen, das wissen sogar die
Chinesen. Wer wird kommen? Wer genau einwandern wird, das wissen die Macher der Broschüre bereits jetzt. Falls Sie jetzt denken, dass irgendwelche Promis oder Intellektuelle aus dem Osten vorbeischauen, z.B. Gorbatschow oder Anna Kournikova, dann sind Sie wohl ein ewiggestriger Gutmensch. Nein, in Tat und Wahrheit werden Albaner,
Schwarzarbeiter, Chinesen (immerhin sind die sich bewusst, welch unsägliches Leid sie dadurch indirekt bei den Portugiesen hervorrufen), Drogendealer, Zwangprostituierte (ja, die nehmen unter Umständen Ihrer Tochter den Job weg, denn der Zusatz Zwang impliziert ja, dass es auch freiwillige Prostituierte gibt) und Sozialschmarotzer (von denen haben wir genug) einwandern. Und wer ist daran schuld? Genau! Jürg Marquard, denn der hat mit seiner frühzeitigen Osterweiterung (Popcorn und Mädchen) all diesen Kommunisten gezeigt, wie schön es im Westen ist. Wenigstens in diesem Punkt ist die Broschüre korrekt: «Weil hungrige Mäuse immer dorthin gehen, wo es den saftigsten Speck gibt. Denn auf der ganzen Welt ist der Reichtum der Schweiz bekannt und begehrt. Und in Jürg Marquards Nase könnten bis zu 2 Asylanten versteckt werden».
Die Grenzverschiebung Am markantesten wird die Verschiebung der Schweizer Grenze sein. Konnte man früher an einem Wochenende ohne Probleme mit der Familie ein bisschen am Rhein entlang wandern, so wird dieses Unterfangen nach Schengen zu einem lebensgefährlichen Abenteuer im Niemandsland zwischen Polen und Weissrussland. Ihr Kind wird in der RS das
Wolgalied singen und im WK ohne blassen Schleier Schleierfahndungen gegen verschleierte Terroristen durchführen müssen.
Der versteckte Beitritt Schengen ist ein erster Schritt zum Beitritt in die EU. Die EU heisst jedoch: Höheren Zinsen, mindestens Doppelt soviel Mehrwertssteuer, Verlust der Volksrechte und Rudi Carell anstatt Benni Turnheer. Deshalb nein - nein zur EU! Dieses supranationale von teutonischem Grössenwahn geprägte Geschwür, welches die
Lebensraumerweiterung im Osten plant. Schengen-Nein Homepage
Die Jugend sagt nein