Salat mit Schprutz
Text: Pino Loricato
Datum: 17.11.2006 Aufrufe: 1852 Verschickt: 0
Wie wollen Sie den Salat, mit oder ohne Schprutz? Wenn Sie dieser Frage noch nie begegnet sind, heisst das, dass Sie nicht wissen, was damit gemeint ist. Heute erklärt Ihnen Lismal eine liebevolle Zubereitungsart für Salat.
Wenn Sie Gäste zu Hause haben und Salat servieren wollen, stellen Sie nicht eine grosse Schüssel hin, so dass jeder selber schöpfen muss. Das ist ziemlich plump und proletarisch. Servieren Sie jedem Gast einen separaten Salatteller.
Fertigsaucen sind für Terroristen und Barbaren Und fragen Sie nicht nach französischer oder italienischer Sauce, die Sie dann im Kühlschrank in Form von zwei Plastikbomben (einmal weiss, einmal rosa) aufbewahren, nein. Es reicht, den Salat mit ein bisschen Essig, Öl und ein wenig Gewürz zu kondieren, dann ist er am besten.
Jetzt kommt der Schprutz Fragen Sie Ihre Gäste «mit oder ohne Schprutz?» dann wissen Sie genau, wie diese ihren Salat gewürzt haben wollen. Von allen Zutaten ein bisschen drüber leeren und streuen bedeutet «ohne Schprutz». Hingegen «mit Schprutz» bedeutet, dass man Essig, Öl, Gewürze, Aceto Balsamico, Zitronensaft etc. in
ein Glas gibt, das
schlürft, sich damit das
Maul spült, gurgelt und anschliessend die ganze Mischung über den Salat
spuckt, aber nicht so in einem Gutsch, sondern luftig wie der Feuerspucker sein Benzin rausbläst, etwa so. Auf diese liebevolle Art wird die Mischung auf dem Salat viel besser verteilt, als wenn man es so einzeln darüber träufelt.
Guten Appetit Der Salat ist
serviert. Essen Sie das und geniessen Sie es.