Radiohead «Hail To The Thief»
Text: Sven Hugentobler
Datum: 06.06.2003 Aufrufe: 1484 Verschickt: 1
Tatü Tataa, das neue Radiohead Album ist daa! Mit diesem zugegeben billigen Reim ist es mir gelungen, einen scharfen Kontrast zur Genialität von Radiohead zu schaffen. Auch bei der sechsten Platte konnten die fünf Engländer ihr hohes Niveau halten, wenn nicht sogar ausbauen.
Wie jedes Radiohead Album braucht auch «Hail To The Thief» eine gewisse Einhörzeit. Dann aber zündet es gewaltig und man erkennt die subtile Schönheit der insgesamt 14 Lieder. Einzelne Songs rauszupicken wäre sinnlos, ein Radiohead Album funktioniert als Ganzes. Die elektronischen Elemente wurden wieder etwas sparsamer eingesetzt als bei früheren Platten, wenn auch sehr wirkungsvoll. Thom Yorkes Texte sind noch kryptischer, jedoch keinesfalls sinnlos. «We suck young blood» beispielsweise ist eine Satire auf das Filmbusiness, in «The Gloaming» erzählt Yorke von der unseren, immer düsterer werdenden Welt. «Ein Hoch auf den Dieb» heisst der Titel auf Deutsch. Was aber ist gemeint? Diejenigen, der sich ihre Musik im Internet zusammenklauen? Oder etwa George W. Bush, umstrittener Befreier von Irak, der letztendlich erst durch Wahlmanipulation Präsident wurde? Zumindest letzteres verneint Gittarist Johnny Greenwood: «Wir würden nie eine Platte nach einem einzelnen politischen Ereignis benennen. Das Album ist grösser als das. Es wird Bush überleben.» Gute Radiohead Page
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