Personenfreizügigkeit und die Folgen
Text: Jürgen Brandstifter
Datum: 10.10.2005 Aufrufe: 2744 Verschickt: 0
Die Schweizer haben „Ja“ gesagt. Indoktriniert von der linken Presse und den teuren Werbeplakaten haben sie sich dazu verleiten lassen, die Katze im Sack zu kaufen und das hölzerne Pferd in ihre Festung zu lassen. Aber was passiert nun nach der Annahme der Personenfreizügigkeit? Wir malen für Sie den Teufel an die Wand und sagen Ihnen, warum Sie jetzt so richtig in Panik geraten sollten.
Fest steht zu Beginn mal eines: Die Schweiz wird der EU beitreten. Denn einzig darauf zielen die bilateralen Verträge ab: die Souveränität des braven Schweizer Stimmbürgers zu unterbinden. Vermutlich sind wir schon in zwei Wochen, spätestens aber bis Ende Jahr, in der EU. Und was das bedeutet, lesen Sie am besten
hier. Es wird alles, also wirklich alles, teurer. Wie in allen anderen EU-Staaten wird auch die Schweiz fremdes Recht, fremde Richter und fremde Polizei haben (das sagt die AUNS, fragen Sie mich jetzt nur nicht, wo die das her haben) und der Franken geht inklusive Volksvermögen bachab.
Und dann wollen natürlich auch alle, also
wirklich alle, hierher kommen. Unzählige Scheinselbstständige werden schwarz arbeiten und die Löhne drücken. Sie haben ja bereits zur genüge gehört,
was die Einwanderer alles mit uns anstellen werden, wenn man sie erst mal lässt. Kurz zusammengefasst werden wir alle, also wirklich alle, arbeitslos und werden langsam verhungern. Wenn wir nicht vorher von Terroristen in die Luft gesprengt werden.
Ein gutes Allerdings hat die Sache: Statt Stellen abzubauen, muss die Polizei ihre Personalbestände nun massiv aufstocken, weil ja jetzt unzählige Kleinkriminelle und Mitglieder der Russenmafia zu uns kommen. Freuen Sie sich aber bloss nicht zu früh, denn dass dabei auch für Sie ein Job rausspringt, ist nicht zu erwarten. Schliesslich ist es für die Behörden einiges günstiger, billige polnische Arbeitskräfte zu Polizisten zu rekrutieren, als im Schweizer Arbeitsmarkt zu wühlen. Die
Polnischen Gastarbeiter erhalten lediglich einen kurzen Polizei-Crashkurs nach EU-Norm sowie den Sprachkurs „Schwitzertütsch in zwei Wochen, Mann!“. Kein Wunder, dass sich Herr und Frau Schweizer kaum mehr auf die Strasse trauen.
Auch bei Lismal wird sich einiges ändern. Zum einen muss nun dringend der wachsende und lukrative osteuropäische Markt erschlossen werden. Die Redaktionsräume in der Schweiz werden mit günstigen Schreiberlingen aus der Slowakei und Tschechien gefüllt, aber keine Sorge: die Tschechen sind berühmt für ihren hintergründigen
Humor. Und auch für unsere Schweizer Mitarbeiter sieht es gar nicht so schlecht aus: Viele können dank der vereinfachten Ausreisebedingungen nun gleich bei LISMAL POLSKI einsteigen. Natürlich mit massiv gekürzten Gehältern, aber das Leben in Polen ist ja preiswert. Auch Karl muss seinen Keller räumen, denn seinen Platz wird in Kürze der polnische Gastarbeiter Karol übernehmen.
Es wird uns, alles in allem, nicht viel anderes übrig bleiben, als auszuwandern. Das muss man sich dann ungefähr so vorstellen: Die ganzen Polen, Ungaren, Esten, Letten, Litauer, Slowaken, Slowenen, Malteser, Zyprioten, Tschechen, Türken, Bulgaren und Rumänen kommen also in die Schweiz. Da bleibt für die Schweizer ja eigentlich gar kein Platz mehr. Also wandern wir aus. Nach Frankreich. Die Franzosen müssen deshalb dann nach Spanien auswandern, die Spanier schwimmen nach Amerika, die Amerikaner nach Asien und die Russen wandern dann schlussendlich wieder in die ganzen, nun leer stehenden, Osteuropäischen Länder ein. Das entspricht dann insgesamt einer
Drehung der Erdachse um 30°. So eine Drehung macht die Erdachse ja bekanntlich immer wieder mal, manchmal sogar unbemerkt, während wir schlafen. Deshalb könnte es durchaus sein, dass die ganze Osterweiterungssache gar nicht so schlimm ist. Was aber nicht heisst, dass Sie deswegen nicht in Panik geraten dürfen.
- Mehr zur EU erfahren Sie in der Broschüre der Auns, die lustigerweise huhn.pdf heisst.
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