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Früher nahm ein Schneider die Masse einer Person und schneiderte das Kleid. Mit der Modeindustrie hat sich die Schere umgedreht. Die Kleider kommen fertig und geschnipselt wird hauptsächlich noch am Leib.
Mode ist Mord
Text: Pino Loricato Datum: 16.07.2005 Aufrufe: 2522 Verschickt: 3

Da Prävention im Moment ausschliesslich gegen das Rauchen, gegen Raserei, Trinkerei und ungeschützten Geschlechtsverkehr zu laufen scheint, erzählen wir Ihnen, was sonst noch Spass macht, aber total ungesund ist. Es ist die Mode. Die Eitelkeit bringt uns alle noch ins Grab, lesen Sie warum.

Ist die Mode das Pestizid unserer Gesellschaft?
Warum ist das alles so schlecht, werden Sie fragen. Das ist so, weil zwei essenzielle Dinge noch nicht miteinander verbunden sind. Für die Gesundheit unserer Gesellschaft sind Ärzte in weissen Kitteln verantwortlich. Für die Mode in der Gesellschaft hingegen sind drogensüchtige Schwule in glitzerigen Anzügen zuständig, so weit das Klischee. Zwischen diesen beiden Berufsfeldern besteht ein enormer Graben. Wie sollen Ärzte mit Modeheinis zusammenarbeiten, haben die jemals daran gedacht?
Gesunde Kleider sind unmodisch und modische Kleider bringen uns Leid und Gebrechen. Es folgen Beispiele aus alltäglichen Beobachtungen.

Miss Sixty ist Massensterilisation
Die Miss-Sixty-Jeans ist das Standard-Beinkleid der gegenwärtigen, modebewussten Jungfrau. Sie schnürt sich mit dieser Jeans die Lendengegend ab. Verdauungsstörungen und Fertilitätsverlust sind die tragischen Folgen. Zudem sehen die Mädchen damit auch komisch aus. Der enge Schnitt zwingt die meisten Trägerinnen dazu mit X-Beinen durch die Welt zu gehen, und zusätzlich zwängt er die Arschbacken dergestalt zusammen, dass die klassische Form eines Arsches verschwindet, denn es bildet sich so was wie eine zentrale, überdimensionale Einzelarschbacke.

Bauchfreie Shirts
Total schlimm sind bauchfreie Shirts. Mit denen setzen sich die Mädchen gegenseitig dem Wettbewerb nach dem flacheren Bauch aus, was wiederum für Essensstörungen und Komplexe sorgt. Aufklärung: Viele Leute glauben, dass wegen der bauchfreien Mode die Nieren längerfristig Schaden nehmen und diese Damen mit 40 an Inkontinenz leiden werden. Das würde in etwas mehr als 20 Jahren so weit sein. Ist aber nicht so. Sonst müssten wir schon heute Aktien bei Windel-Herstellern kaufen um aus dieser Misere Kapital zu schlagen.

Der String-Tanga, die Arschflagge
Es ist nicht nur Mode, schlecht geschnittene Jeans zu tragen, sondern falsche Unterhosen dazu. Der String-Tanga, Sie kennen ihn, besteht aus zwei Fetzchen an Kordeln. Vorne ein Dreieck für die Scham, hinten ein Dreieck für das Publikum. Da nämlich die schlecht geschnittenen Hosen tief getragen werden (was die unvorteilhafte Figur der Nicht-Barbie betont) muss hinten oben das Dreieck rausschauen, weil sonst der Spalt des total zusammengedrückten Allerwertesten hässlich hervorlugen täte. Manche Mädchen krönen ihren Steiss zusätzlich mit einer banalen Tätowierung.
Und jetzt aufgepasst: In der 20-Minuten-Zeitung stand kürzlich geschrieben, dass Gynäkologen in Deutschland von Damen überschwemmt wurden, denen Pilze in der Bikini-Zone gewachsen sind. Jetzt wo es wieder wärmer wird, schwitzt man beim Gehen, und der String schürft die empfindliche Haut auf, so entstehen Pilze und Infektionen. Sie als Leser sind jetzt besonders gefordert. Sie können jetzt entscheiden, was Sie mit dieser Information anfangen wollen.
1. Möglichkeit: Sprechen Sie ungeniert Frauen in der Öffentlichkeit an, die so was tragen und weisen Sie diese auf ihre ungesunde Unterwäsche hin. „Werte Frau, davon bekommen Sie Pilze.“ Zwei Schnitte einer Schere auf beiden Seiten genügen, um den Fetzen hinten raus zu reissen und in die Limmat zu werfen. Frau wird es Ihnen danken, oder auch nicht.
2. Möglichkeit: Sehen Sie einfach zu und tun Sie nichts, die Welt geht sowieso unter. Ein Tanga-Dreieck auf einem Steiss bedeutet ab heute: "Hier ist Pilz drin." Pech, oder?

Goldene Schuhe und das herzhafte Lachen der Todeskrähe
Im Herbst letzten Jahres unterhielt ich mich im Zug von Mailand nach Zürich mit einer Modestudentin aus Mailand. So fragte ich sie, ob sie als Frau eher spindeldürre oder normale, fleischige Frauen als Model bevorzuge, da meinte sie: „Dünn ist schön. So dünn wie möglich muss es schon sein, das Model.“ Das klang brutal wie aus einem Schulbuch zitiert. Ich hakte nach: „Meinst du nicht, dass es möglich ist, eine Wende zu erreichen, ein neues Denken? Schönheitsideale sind so dünn, dass da draussen ein ganzes Weibsvolk an Essstörungen leidet. Denkst du als Frau daran, in Zukunft vielleicht mal etwas an diesem Missstand zu ändern?“ Sie lachte herzhaft und schüttelte den Kopf. „Nein, darüber habe ich nie nachgedacht. Das werde ich wahrscheinlich nicht tun. Dünn ist schön. Wenn die da draussen nicht richtig essen können, ist das nicht meine Sache.“ Tja, damit hatte sie wohl recht. Wir wechselten das Thema und sie erzählte mir noch lange (anhand von zahlreichen Beispielen) von der kreativen Überlegenheit der Schwulen in allen gestalterischen Disziplinen. Es hörte sich an wie das Credo eines neuen Übermenschen.

Die Mode ist schwul und diktiert die Körperform
Von wegen Übermenschen, Psychopaten! Schwule Modedesigner schneidern absichtlich schlechte und ungesunde Frauenkleider. Sie hassen die Frauen nämlich insgeheim, weil sie sie um ihr Wesen beneiden und sie hassen sogar ihre eigenen Mütter, weil sie von denen nicht als Mädchen auf die Welt geboren wurden.* Das erklärt auch warum Männermode so bequem und komfortabel ist, denn Frauenmode ist es nicht. Der weibliche Körper muss sich der Mode anpassen bis zum Verrecken. Aber sollte es denn nicht umgekehrt sein? Ist Mode nun reine Textilkunst, die am Mannequin praktiziert wird und gar nicht für echte Frauen gedacht? Spass beiseite: Die Frage ist, was steht in Zukunft bei der Mode im Mittelpunkt? Die Frau, oder das Kleid. Die Antwort ist: Das interessiert niemanden.

Fazit
- Die hohe Mode ist etwas besonderes. Sicher für einen kleinen, erlauchten Kreis von mit Geld begabten Menschen. Doch für die breite Masse ist das nichts.
- Die billigeren Modetrends sind dafür da, dass Mädchen ihr Geld ausgeben, mehr nicht. Sie sehen damit weder gut aus, noch können sie sich darin gut bewegen.
- Liebe Mädchen, Ihr seid allen egal. Ihr verdörrt, kriegt Arschpilze und müsst noch dafür bezahlen!

Links:
http://www.20min.ch/life/lifeguide/story/12514339

*Der Autor ist nicht homophob. Was hier in wenigen Zeilen formuliert wird, ist eine erschreckend absurde, aber gängige Meinung, die in Südeuropa vorherrscht. Na, sind Sie schockiert?


Das ist doch jetzt so eine Arschflagge. Oder der Wimpel, der im "Wind" weht. Ist das die Antwort auf die Karottenhose der 80er? Wohl kaum. Solches sehe ich jeden Tag. Modemacher an die Wand!
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