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Text: spacemonkey
Datum: 14.06.2003 Aufrufe: 1471 Verschickt: 0
Wer von diesem Film ein weiteres, für Jet Li typisches, Actionspektakel mit einfach verdaulicher Story erwartet, nebenbei noch absolut unflexibel ist und nichts mit Mystik und Poesie anfangen kann, könnte unter Umständen ziemlich enttäuscht sein. Wer aber einen Film nach seiner Einzigartigkeit und seinem Stil bewertet, kann sich auf eine Augenweide freuen.
Der Film spielt in China vor über 2000 Jahren. König Qin (
Chen Dao Ming) versucht mit eiserner Hand das Reich China zu vereinigen und führt einen gnadenlosen Krieg gegen mehrere Völker in diesem Gebiet. Schon seit langer Zeit versuchen immer wieder mutige Kämpfer ein Attentat auf den König zu verüben, doch bisher ist dies noch keinem gelungen.
Der namenlose Held (
Jet Li) wird nun in den, zum Schutz des Königs absolut leeren, riesigen Thronsaal vorgelassen. Der Grund dafür ist die Nachricht seines Sieges gegen die drei berüchtigtsten Attentäter (
Tony Leung Chiu-Wai,
Donnie Jen und
Maggie Cheung Man-Yuk), auf welche eine grosse Belohnung ausgesetzt ist.
Hier nun erzählt der Held dem König seine Geschichte vom Tode seiner Gegner. Doch der König glaubt ihm nicht und erzählt wie es seiner Meinung nach abgelaufen sei. Wie alles wirklich geschah wird dann aber erst in einem dritten Anlauf offenbart.
Die Kampfszenen sind wie schon in «Crouching Tiger, Hidden Dragon» ziemlich gewöhnungsbedürftig. Wenn man aber akzeptiert, dass richtige Schwertkämpfer nun mal schräg an der Wand stehen, an der Decke hängen, über Wasser gehen oder auch fliegen können, sind die meisterhaft choreographierten Kämpfe, nicht nur für Kampfsportfans, ein wahrer Genuss.
Die Dreiteilung der Geschichte wird stilistisch absolut einzigartig mit verschiedenen Farbtönen untermalt. So tragen zum Beispiel im ersten Teil alle Hauptpersonen eher rötliche und gelbliche, im zweiten Teil eher bläuliche und grünliche und im dritten Teil weisse und schwarze Tunika. Auch die Landschaft wird in diesen Farbtönen gehalten und könnte daher von einem wirklich harten Kritiker als ziemlich kitschig bezeichnet werden. Wenn man den Film aber als Ganzes betrachtet, strahlt er vor Poesie und Schönheit.
Sehr gute Filmpage