Expansion und Weltherrschaft
Text: Pino Loricato
Datum: 01.06.2004 Aufrufe: 2391 Verschickt: 1
Nach der Analyse der Statistiken über unsere Models und dem Interview mit Karl veröffentlichen wir nun die Bilanz unserer Abteilung für Strategie und stellen Ihnen den Chef vor: Günther, ein enger Mitarbeiter von Karl, dem Zeichensklaven. In seinem Interview wird er uns erzählen, wie er arbeitet. Hatten wir die Weltherrschaft versprochen? Wir bleiben dran.
Es folgt das Interview mit Günther, dem strategischen Chef unserer Mission.
Günther, wie sieht die territoriale Expansion von Lismal aus. Was wurde in diesem Jahr unternommen, welche Ziele habt ihr erreicht und welche Schritte werdet ihr in Zukunft unternehmen? Günther: Ja, also Karl und ich haben uns im Frühsommer 2003 auf dem Üetliberg hingesetzt und kräftig meditiert. Wir haben mittels Gedanken die URL europaweit ausgesandt. Es ist klar, dass mit der Distanz unsere Wellen immer schwächer wurden und dass in den Regionen, in denen nicht Deutsch gesprochen wird, nur eine Störung in den Gehirnen der Menschen erwirkt wurde.
Das habt ihr ein Jahr lang so gemacht? Günther: Nein, eigentlich nur zwei Monate. Danach hatten wir eine Maschine gebaut, die diese Wellen weiterhin aussandte. Mit dieser Maschine konnten wir natürlich auch Wellen empfangen. So haben wir mit den empfangenen Daten eine Landkarte aufgebaut mit unserem aktuellen Weltbild. Es kann sein, dass gewisse Landesgrenzen nicht ganz der Realität entsprechen, da unsere Maschine eben schon sehr improvisiert ist, zumal unser Budget sehr klein ist.
Wie sieht denn euer Weltbild aus? Günther: Ja
so. Man sieht hier den ganzen deutschen Sprachraum in Europa in Blautönen. So haben wir herausgefunden, dass Zürich für eine Wellensendung eigentlich sehr in der Peripherie liegt, das heisst, an der südwestlichen Ecke des deutschen Sprachraumes.
Und das heisst? Günther: Die Lage ist nicht gerade ideal, um viele gLLs zu Models zu machen. Im Westen spricht man fränkisch und im Süden italonsk. Zürich liegt in unserem Epizentrum und führt klar mit 217 Models. Aus Österreich (13) und Deutschland (51) stammen mehr Models als aus allen restlichen Schweizer Kantonen. Ausser der Kanton Aargau stellt beträchtliche 21 Models. Und ausgerechnet die Aargauer, von denen man immer klagt, wie humorlos sie seien, haben sich am Empfänglichsten gezeigt. Dabei zeigt unser Weltbild ganz klar zwei Problemzonen: Das Appenzell und die gesamte Innerschweiz weigern sich, auch nur ein einziges Model zu stellen. Total unschön, diese Sturheit, sag ich Ihnen.
Und woran kann das liegen, haben eure Wellen in diesen Zonen versagt? Günther: Dass unsere Wellen den Rhein nach Norden überqueren würden, hatte uns positiv überrascht. Hingegen dass unsere Wellen durch die Schallwellen von Kuhglockengebimmel derart abgelenkt würden, hatten wir nicht erwartet. Wir werden uns etwas anderes einfallen lassen müssen. Und vor allem auch noch ein bisschen warten, bis das Appenzell und die Kantone der Innerschweiz in einer Volksabstimmung das Internet legalisieren und einführen.
Und so wollt ihr die Weltherrschaft anstreben, wenn ihr sogar mit dem Appenzell Probleme kriegt? Günther: Es ist eine neue Wellensendemaschine im Bau. Karl hat gestern Holz und Leim eingekauft. Wenn wir das gewünschte Budget kriegen, werden wir damit im Oktober 2004 fertig sein.
Was ist neu an dieser Maschine? Günther: Sie ist leistungsfähiger. Besser.
Karl: Ja, genau, leistungsfähiger. Und kann viel mehr.
Wollt ihr zu der Bevölkerung des Appenzell und der Innerschweiz noch etwas sagen? Karl: Ja. Ähm... haltet durch, wir werden euch befreien!
Günther: Genau! Wir werden euch befreien!
Gut, herzlichen Dank für euer Interview. Günther: Bitte schön.
Karl: He? Was?
Fazit:
Mit solchem Personal können wir die Weltherrschaft zwar vergessen, geben aber trotzdem nicht auf.