E.T nach Hause telefonieren
Text: Lili Wunderbar
Datum: 04.02.2007 Aufrufe: 1645 Verschickt: 0
Heute gehört in der Presseschau. Remo M. aus Zürich gibt auf die Frage, ob er mit Aliens in Kontakt treten möchte folgende äusserst diplomatische Antwort: „Erst soll mir jemand zu hundert Prozent beweisen, dass es Aliens wirklich gibt, bevor ich mit Ihnen in Kontakt treten möchte.“
Endlich verstehe ich worum es eigentlich geht hier.
Ich weiss nun, warum ich im Ausgang keinen Mann ansprechen kann, ohne Heiratversprechen, warum ich nicht mit Frauen spreche deren Namen und genauen Stammbaum ich nicht kenne und vor allem weiss ich jetzt, warum die das auch nicht mit mir machen. Endlich ist mir klar, warum die Zürcher in hippen Grüpplis unterwegs sind und warum sie kein Interesse daran haben, einfach mal mit einer Fremden zu sprechen.
Es liegt an mir.
Heinz meint nämlich, die Zürcher seien alle arrogant. Aber jetzt kann ich ihm sagen, dass es gar nicht so ist. Wüssten die Zürcher wer du bist und wäre bewiesen, dass es dich wirklich gibt, würden sie auch mit dir in Kontakt treten. Und es kommt noch besser. Schliesslich gibt es sie, die Menschen die einem im Tram ihr Herz ausschütten und von der Katzenallergie ihrer Tochter erzählen, dem neuen Bügelbrettbezug, der Aktion war und den neuen homöopathischen Globuli, die der Tochter zwar nicht helfen, aber ganz sicher dem ungeborenen Kind. Und es gibt auch die, die dich auf offener Strasse ansprechen und nett um Geld bitten. Die höheren Wesen, die wohl schon lange mit sich und dem Universum im Reinen sind.
Und wenn ich nun nächstes mal tanzen gehe, dann nehme ich ganz einfach mal meinen Heimatschein mit, meine Geburtsurkunde, mein Kinderfotoalbum, meine Eltern, meine Geschwister und alle die mich sonst noch kennen und dann suche ich den Remo und beweise ihm, dass es mich gibt. Heinz ist natürlich auch eingeladen. Und du auch liebe LeserIN. Dann kann ich dir auch gleich noch zeigen, dass es mich gibt...wie die Zora. Hurra.