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Zuerst neben, dann auf dem Grill: Katzensteak - jetzt Aktion!
Der grosse Lismal Grill-Guide
Text: Carlos Alto-Nivel Datum: 12.05.2003 Aufrufe: 2284 Verschickt: 1

Nun, da es immer wärmer wird und die Sonne sich wieder länger zeigt, zieht es die Menschen ins Freie. Tagsüber wird gebadet und am Abend folgt das obligate Grillen (das Wort Grillieren ist übrigens schweizerdeutsch). Mit dem Lismal Grill-Guide, wird auch Ihr Grillabend ein wahrer Erfolg

Was wird benötigt?
Sicherlich das wichtigste, doch trotzdem immer wieder gern vergessen, ist etwas um das Feuer zu entzünden. Ebenfalls essentiell erscheint bei so einem Abend die Nahrung. Diese sollte sehr ausgeglichen sein, das heisst Dosenbier, Flaschenbier, Weisswein, Rotwein und Spirituosen auf der einen Seite, Fleisch, Fleisch und nochmals Fleisch auf der anderen.
Natürlich darf auch das Gemüse nicht fehlen, hier besonders zu empfehlen sind Kartoffelchips und Maistortillas.
Sehr beliebt für solche Feste ist eine originelle Bowle. Jetzt fehlt nur noch eine Soundmaschine sowie mindestens zwei Kilo Batterien und dem Spass steht nichts mehr im Weg.

Platzwahl
Beim Aussuchen Ihres Grillplatzes haben Sie freie Wahl. Am besten wählen Sie ein Plätzchen in der Nähe ihrer Wohnung, damit Sie am Ende des Abends auch sicherlich innerhalb von zwei Stunden nach Hause finden. Grundsätzlich bieten Überbauungen und Wohnbausiedlungen ausreichend kleine, feine Plätze um zu grillen. Vom Kinderspielplatz über Spielwiesen zu fremden Gärten lässt sich für jederman etwas passendes finden. Hierbei anzumerken ist, dass Sie in Wohngegenden Ihre Musik genug laut aufdrehen sollten, damit nicht nur Sie, sondern die ganze Siedlung feiern kann.
Die meisten Leute haben es nicht gern, wenn ihre Party schon um halb zehn vorbei ist, darum machen Sie, im Sinne der Anwohner, eine Open-End-Party.
Auch der Wald ist sehr beliebt für einen Grillabend. Wenn Sie aber schon back to the nature wollen, dann bitte richtig. Suchen Sie eine Stelle im dichten Wald und machen Sie einen Platz für das Feuer ausfindig.
Die schönsten Stellen finden Sie unter Tannen und Fichten oder neben Haselsträuchern. In die Natur sollte nicht eingegriffen werden, darum keine Mulde für das Feuer ausheben, sondern es direkt auf dem Boden anzünden.
Ebenfalls sollten Sie auf Steine rund um das Feuer verzichten, da es die Harmonie der Natur stört. Sie können es aber mit einigen Tannzapfen und Reisig schön einmitten.

Das Feuer
Grillen ist ein Kinderspiel, doch ein schönes Feuer hinzubringen, ist eine Kunst für sich. Am effizientesten ist es, wenn Sie die Materialwahl schon vorher genauestens überdenken. Vieles brennt, doch nicht alles zeigt die gleiche Wirkung.
Auf Holz direkt vom Wald oder von Bäumen sollte generell verzichtet werden. Einiges besser geeignet sind beschichtetes und lackiertes Holz, Küchen- sowie Bauabfälle, Laub und Klarsichtfolie. Benützen Sie als Anzündhilfen Sprit, Kerosin, Anzündwürfel und Anzündpasten.
Die goldene Regel hierzu heisst, es gibt kein Zuviel. Also ja nicht sparen!

Ist das Feuer bereit, so folgt der angenehme und schöne Teil;Das Grillen.

Zubereitung
Ob nun Kalbsherz oder Schweinemagen, Rehrücken oder Dorschfilet, Rindshuft oder Lammkeule, beim Grillen herrscht stets die Qual der Wahl. .
Haben Sie sich erst einmal entschieden, muss das Fleisch noch vorbereitet werden. Damit es nach dem Braten geniessbar ist und eine gute Konsistenz besitzt, können Sie es vor dem Grillen mit Fett oder Butter einreiben. Auch hier gilt die Devise; ja nicht sparsam sein!
Nach der Vorspeise (zwei bis fünf Flaschen oder Dosen Bier) sollte das Feuer die Idealposition erreicht haben, die Flammen züngeln nun drei bis vier Zentimeter über dem Rost. Um zu verhindern, dass das Feuer erlischt und nur noch Glut übrig bleibt, sollten Sie zwischendurch genug Sprit oder andere Mittel ins Feuer giessen.
Liegt das Fleisch auf dem Rost, können Sie gemütlich zum ersten Gang (wahlweise zwei bis drei Flaschen/Dosen Bier oder vier bis sechs Gläser Rot- oder Weisswein, erste Tüte Chips) übergehen. Die Grilladen sollten erst gewendet werden, wenn sie richtig schwarz und knusprig sind. Diese schwarze Oberfläche auf dem Fleisch oder den Würsten ist eine Schutzschicht gegen die schädlichen Stoffe in der Luft.
Sollten Sie das Fleisch verzehren, bevor es genug dunkel ist, besteht die Gefahr einer Vergiftung.
Sobald das Fleisch auf allen Seiten wie eine sternenlose Nacht aussieht, ist der Hauptgang fertig und es heisst: Bon Appetit! (Als Beilage zu empfehlen: Rotwein, Bier oder Spirituosen à discretion)

Wenn der Abend fertig ist
Irgendwann findet auch der schönste Abend mal ein Ende und es muss aufgeräumt und sauber gemacht werden. Auch dafür hat der Lismal-Guide einige unentbehrliche Tipps.
Den Rost sollten Sie niemals reinigen, auch nicht mit einem trockenen Tuch abwischen. Die Fettabsonderungen und Fleischfasern auf den Stäben sorgen dafür, dass das Fleisch auch beim nächsten Grillabend so richtig köstlich gebraten wird.
Ebenfalls nichts zu tun, gibt das Feuer, denn es wird schon von alleine erlöschen und wenn nicht, kommt irgendwann sowieso der Regen (jedenfalls in der Schweiz, in heisseren Länder trocknet das Feuer von selbst aus).
Eine sehr wichtige Regel beim Grillen lautet: Abfälle trennen! Die Bierflaschen hinter diese Buche, die Alufolienreste in diesen Busch und die Wein- und Wodkaflaschen nochmals drei Meter weiter links vor den Bau eines Fuchses.
Die leeren Getränkedosen sollten Sie stets mitnehmen, sie eignen sich als Brennmaterial fürs nächste Feuer.
Batterien nie in den Wald schmeissen, immer Seen, Flüsse und Bäche dafür benutzen.


Neben diesen vielen, kleinen Tipps und Tricks sollten Sie nur noch die wichtigste aller wichtigen Grillregeln beachten:
Was mich nicht stört, stört niemanden.


Lismal's private Grillvorräte Das Lismal-Team beim Grillen. Nocht nicht schwarz genug zum Essen. Gut getrunken, ist halb gegessen
Nun ist die Höhe des Feuers optimal, um das Fleisch auf den Rost zu schmeissen.
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