Der biometrische Pass
Text: Pino Loricato
Datum: 11.05.2009 Aufrufe: 1384 Verschickt: 5
Am 17. Mai geht das Schweizer Volk an die Urne um über sein Schicksal zu entscheiden. Die Einführung des biometrischen Passes ist die Vorstufe zum Verichip und ist ein wichtiger Schritt für die totale Überwachung des Bürgers. Die Regierung ist logischerweise dafür, redet aber von Sicherheit und Komfort beim Reisen. Arbeiten die Politiker für das Volk? Ein Essay.
Das Nichtargument der Befürworter Ein typisches Argument von einem Standard-Befürworter: «Von mir aus kann man mich kontrollieren und überwachen, ich führe nichts Böses im Schilde und tu niemandem etwas zu Leide. Ich bin ein unbescholtener Bürger.» Dieses Argument lässt sich mit einem rhetorischen Zaubertrick aushebeln: «Von mir aus muss mich niemand überwachen und kontrollieren, ich führe nichts Böses im Schilde und tu niemandem etwas zu Leide. Ich bin ein unbescholtener Bürger.» Voilà!
Die Repression tut allen weh und nützt niemandem Ein Befürworter kann jetzt weiter noch sagen: «Jemand, der sich nicht kontrollieren lassen will, hat etwas zu verbergen, transportiert Schwarzgeld, Drogen, ist vielleicht ein Terrorist.» Stimmt nicht. Werden die Kontrollen schärfer und die Systeme sicherer, werden lediglich die Methoden der Schmuggler, Kleinkriminellen und Terroristen raffinierter. Während die unbescholtenen Bürger alle zusammen enger an die Leine genommen werden, tricksen die Bösen einfach in einer höheren Liga weiter.
Alles für die Sicherheit, alles für die Füchse Online-Banking soll sicher sein, dachte man, dann kamen die Hacker und zwackten Geld ab. Mit der EC-Karte an Automaten Geld abzuheben sei sicherer als viel Bargeld mit sich rumzutragen, dachte man, dann kamen die Bankomatbetrüger mit ihrem Aufsatz am Gerät. Neue Banknoten mit allerlei Schnick-schnack seien unmöglich zu fälschen, es wurde trotzdem gemacht und es hat funktioniert. Bevor damals der Euro eingeführt wurde, fand die Polizei in Neapel Maschinen, die bereits Euro-Noten druckten. Wie will man sich das jetzt erklären? Wenn der biometrische Pass eingeführt wird, wird es die organisierte Kriminalität diesmal fertig bringen, nicht Fälschungen, sondern neue Identitäten zu erschaffen, mit denen man überall durchkommt. Für die „Sicherheit“ sollen wir also alle zusammen biometrisch erfasst sein. Die Regierung will unsere Iris-Struktur, die Fingerabdrücke, die Beschaffenheit unserer Nasenböööggen, und das alles für die Füchse. Auch die zentrale Datenbank, in der alle unsere Daten gespeichert sein würden, wird immer Lücken haben, auch wenn Eveline Widmer-Schlumpf und Doris Fiala das nicht wahrhaben wollen. Die Spanier haben den Fingerabdruck im Pass seit der Franco-Diktatur, also ein Relikt aus der faschistischen Ära. Der Terroranschlag vom 11. März 2004 in Madrid wurde damit nicht verhindert.
Und dann kommt er, der Verichip Erst danach, wenn es ein kleiner Schritt darstellt, wird man die Menschen chippen können, wie Haushunde und Hauskatzen. Es kommt der RFID-Chip, der unter die Haut transplantiert wird, auch Verichip genannt. Es gibt bereits Freaks, die das mit sich machen lassen. Dazu finden Sie unzählige Videos auf Youtube.
Wer jetzt NEIN zum Verichip sagen würde, was so etwas wie eine «elektronische Fussfessel für alle» wäre, muss am 17. Mai auch NEIN zum biometrischen Pass sagen und somit ebenfalls NEIN zur «Hooligan-Datenbank für alle».
Propaganda der Regierung Eine Reportage vom Schweizer Fernsehen zeigte in der Rundschau vor ein paar Wochen eine gruselige Sekte von christlichen Fundamentalisten irgendwo in der Ostschweiz. Sie glauben an Prophezeiungen und Teufelswerke. Damit kann man die Gegner des biometrischen Passes nicht nur bei den Kriminellen einreihen, sondern auch grad noch in die Nähe von Wahnsinnigen rücken und lächerlich machen: «Da, sehet, die Gegner des biometrischen Passes! Verhöhnt sie, denn sie sind unzurechnungsfähig und paranoid!» Aber wo der Sekten-Guru Recht hat, da hat er Recht: der RFID-Chip im Pass ist die Vorstufe zum Verichip.
Man muss nicht extrem religiös, politisch rechts oder politisch links sein, um gegen den biometrischen Pass zu sein! Alle können das, auch Sie, liebe Leserinnen und Leser!
Brauchen wir den Superpass? Um in Amerika ein- und auszureisen braucht man also einen biometrischen Pass, erzählt man uns hier, während die Ureinwohner Amerikas, die **Lakota-Indianer, keinen Pass besitzen. Überhaupt, der halbe Planet rennt ohne Ausweispapiere herum! Und bevor nicht jeder Mensch auf dieser Welt einen Pass hat, müssen wir uns die Frage stellen, warum wir einen Superpass brauchen, der die Landeshymne spielt, wenn man ihn aufklappt.
Filmtipp: Zardoz (GB/IRL 1974) mit Sean Connery Wenn wir in der westlichen, industrialisierten, modernen Welt damit anfangen, was glauben Sie, was dann passiert? Es gibt eine globale Zweiklassengesellschaft: die gechippten Supermenschen und die papierlosen Barbaren. Eine Metapher dazu sieht man im Film Zardoz: Auf der einen Seite hat man ein kleines Volk von hochintelligenten Telepaten, die im *Vortex leben, während der Rest der Welt aussen vor bleibt. Sean Connery spielt ein solcher «Barbar», der es schafft, sich in den *Vortex hineinzuschmuggeln, er kriegt den Durchblick und entdeckt eine unsichtbare Mauer zwischen diesen beiden Gesellschaften. –Trashiger Science-Fiction, lustig und metaphorisch.
Wer genau will unsere biometrischen Daten? Von wem wollen Sie sich kontrollieren lassen? Von unserer Regierung? Vertrauen Sie unserer Regierung? Schauen Sie mal genau hin: Unsere Regierung besteht aus einem Haufen Feiglingen, Angsthasen und Windfahnen. Wenn die Regierungsvertreter sagen: «Nein, vom Verichip ist hier nicht die Rede, das haben wir nicht vor.» Dann ist die Fortsetzung klar: «Jetzt nicht. Noch nicht. Heute nicht. Morgen reden wir darüber, übermorgen ändern wir unsere Meinung.» - Vielleicht wird in zehn Jahren mal eine Druckwelle aus den USA auf die Schweiz hauen: «Jetzt chippen Sie endlich Ihre Bürger, verdammt nochmal, sonst werden wir das Gefühl nicht los, dass Ihr Land ein Terroristennest ist.» Und unsere Regierungsvertreter werden den Kopf senken, sich zu uns umdrehen, die Schultern hochziehen, den Kopf schräg halten und zu uns sprechen: «Wir können nicht anders, wir müssen...»
Man kann der Regierung nicht vorwerfen, dass sie keinen gesunden Menschenverstand hat, denn die Regierung ist nicht ein Mensch, sondern ein Apparat mit Altersheimluft, der Geräusche macht wo es etwas zu erklären gäbe und da quietscht und klimpert, wo es eine Entscheidung bräuchte. Wollen Sie ein paar Beispiele?
Was hat die Regierung in letzter Zeit gemacht? -Samuel Schmid und die Affaire Nef füllen ein Kapitel für sich. Am Ende des Kapitels hat Sämi Nasenbluten und weint.
-Das Sturmgewehr bleibt beim Wehrmann im Schrank, nach lauten Debatten um den Brei herum. (siehe Lismal „Der kranke Igel“)
-Frau Galladé will 14jährige ins Gefängnis stecken. (Wie wäre es mit einem Bootcamp?)
-Herr Lumengo will Red Bull verbieten. (Wann kommt das Kaffeepulver-Verbot?)
-Herr Mörgeli nimmt ein Tonbandgerät mit nach Bern, um allen zu beweisen, dass Couchepin „Mörgele“ sagte als die Rede von Nazi-Arzt Mengele war, um auf ihn anzuspielen. Vor Gericht ist er dann abgeblitzt, die Gerichtskosten von schlappen 1000 Franken zahlt der Steuerzahler. (In der Primarschule: „..Sie! Aber er hät, er hät im Fall, nei, Sie! Er hät...“)
-Blocher fliegt aus dem Bundesrat, Widmer-Schlumpf ersetzt ihn, Mittelinks öffnet Champagner und tanzt herum, Zustände wie in Rom, die SVP will Opposition spielen, und so etwas in der Schweiz.
-Bundesrat Merz liegt im Koma, er hatte für eine gewisse Zeit zu wenig Sauerstoff im Hirn. Dann kommt er wieder zu sich, man weiss noch nicht so recht, ob er einen langfristigen Hirnschaden hat. Egal, er springt sofort zurück ins Amt, wo er nicht untätig ist: Er wirft bedingungslos 68 Steuermilliarden mit der grossen Schaufel in unsere marodierenden Banken, die weltweit Drecksgeschäfte mit Diktatoren und Grosskriminellen machen. Die Steuerzahler durften dann dabei zusehen, wie sich die Banker mit fetten Boni belohnen.
-Bundesrat Couchepin will alle mit 30 Franken bestrafen, die zum Arzt gehen.
-Eine schöne Alzheimer-Regierung ist das!
Fazit Diese imbezilen, unfähigen, ungeprüften Analphabeten! Diese senilen Feiglinge und Poltronen! Diese Bastarde! Ja genau die! In Bern oben! Die wollen uns den Finger in den Po stecken! Die wollen uns den biometrischen Pass aufhalsen, wollen uns kontrollieren! Ha! Wir lachen aus vollem Halse und sagen NEIN! NEIN zur totalen Kontrolle! NEIN zum Überwachungsstaat! NEIN zur Eugenik und zur Rassendiskriminierung! NEIN zur Biometrie im Ausweis! NEIN zu Adolf Hitler! NEIN zur Pimmeldatenbank in Bern! NEIN zum Chip! NEIN zur Kontrollsucht dieser dementen, seichelnden, fettigen, schmalzigen Regierung! UNSERE PARANOIA IST EURE PARANOIA! Wir sagen NEIN!
Links Die Kampagne der Gegner:
http://www.freiheitskampagne.ch Votez ist auch dagegen:
http://www.votez.ch/pour/bund.html Auf Panopti.com erfahren Sie mehr über die totale Überwachung:
http://www.lismal.ch/text/artikel_webtipp-der-woche--panopti-com-_100108.htm Rundschau
http://www.youtube.com/watch?v=MyhUIGvNvdY Was bringt uns der Verichip?
http://www.youtube.com/watch?v=x2udoNmQkR4 Für Alzheimer-Patienten in Amerika bereits in Verwendung:
http://www.youtube.com/watch?v=MAI2-_hnFH0 Ständchen zum Abschied von Sämi:
http://www.youtube.com/watch?v=oLJGvcPzJUM Waffe im Schrank, Ausschnitt aus Debatte:
http://www.youtube.com/watch?v=tEgv_aPMLwo 14-jährige Buben, Hörbeispiel:
http://www.youtube.com/watch?v=3NwheM7qiHw Zardoz, Trailer auf Youtube:
http://www.youtube.com/watch?v=kbGVIdA3dx0 *Vortex: der idyllische Lebensraum der «Ewigen».
Geldfälscher, so sehen sie aus:
http://www.kataweb.it/multimedia/media/4552130 **Siehe TA-Magazin vom 24.04.2009 in der Rubrik «Ein Tag im Leben» auf Seite 66