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Counting Crows - August And Everything After
Text: Carlos Alto-Nivel Datum: 20.03.2003 Aufrufe: 1926 Verschickt: 0

Zur Zeit läuft ihr Video zu “Big Yellow Taxi“ auf mittlerer Rotation im hiesigen Musikkanal. Die Rede ist von den Counting Crows. Vielen dürfte diese Band, trotz ihrer vier Studioalben und einer Live Doppel-CD, noch ziemlich unbekannt sein.
Den Meilenstein ihres Schaffens legten die Jungs um Adam Duritz mit ihrem Debütalbum “August And Everything After“. Vielen ist der Song “Mr. Jones“, von genau diesem Album, aus dem Radio bekannt. Gut zehn Jahre ist es her, dass “August And Everything After“ auf den Markt kam. Trotz ausbleibendem Chartserfolgen (bis auf "Mr. Jones") verkaufte sich das Album in den Staaten über 6 Millionen mal, und gehört heute für viele Rockfans zu einem wichtigen Klassiker.
Das Wort Rock könnte in Hinsicht auf die Counting Crows jedoch täuschen, tasächlich schlagen sie eher leise, melancholische Töne an und verzichten fast durchwegs auf laute, effektgesteuerte Gitarren. Geniales Songwriting gepaart mit Herrn Duritz’s unvergleichlichen Gesang und einer Prise Folkrock machen diese CD zu einem Erlebnis. Der Opener dieses Albums ist “Round here“, welches mit einer sanften Soundcollage ganz auf Adams Gesang setzt und sich mit wunderschönen Textpassagen hervorhebt. Dem Skipbutton auf meiner Anlage gönne ich bei “August And Everything After“ eine Pause, denn jedes Lied hat es in seiner Eigenart verdient, immer und immer wieder mit voller Aufmerksamkeit gehört zu werden. So kann man auch nicht ein Song als Höhepunkt bezeichnen, da die Favoriten von Hörer zu Hörer ganz verschieden ausfallen und man zu verschiedenen Zeitpunkten jeweils ein anderes Stück für das Beste hält; sei es das melancholische “Anna Begins“ mit überragenden Textstellen ("The time when Kindness alls like rain, it washes me away/ every word is nonsense but I understand"), das folkrockige “Rain King“ oder gar die Hitsingle “Mr. Jones“.
Der Abschluss dieses Meisterwerkes ist der Titel “A Murder Of One“, welcher mich nach dem Ende der CD veranlasst , gleich nochmals von vorne zu beginnen und mir das Album erneut zu Gemüte zu führen.
Hat man diese Scheibe mal gehört, scheint es nicht verwunderlich, dass sich rund um den Erdball eine grosse Counting Crows Fangemeinde gebildet hat. Und wer das Glück hat, sich die Crows mal live anzuhören, wird von einem aussergewöhnlichem Konzert berichten. Denn die Truppe beschreibt sich, und das nicht vergebens, als eine Liveband. So werden die Stücke nicht in der Albumversion vorgetragen, sondern mal akustisch, mal schneller, mal nur mit Konzertgitarre und Gesang, so dass altbekannte Lieder einen ganz neuen Touch bekommen.

Fazit: “August And Everything After“ sollte in keiner guten Musiksammlung fehlen. Gefühl in Perfektion macht dieses Album zu einem Klassiker, welchen ich noch in zehn Jahren hören kann - ohne mich zu langweilen.

Erhältlich bei CEDE

Band Homepage

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